08.03.2026. Jasmin Ouschan hat ihren sensationellen Goldrekord bei den 46. Europameisterschaften im Poolbillard in Antalya mit der erfolgreichen Titelverteidigung im 8-Ball weiter ausgebaut. Die regierende Weltmeisterin in dieser Disziplin setzte sich gestern Abend im Finale gegen die Spanierin María Teresa Ropero mit 6:4 durch und holte ihren 29. EM-Einzeltitel.
Ouschan, die nach ihrem USA-Trip und dem dortigen 10-Ball-Team-WM-Bronzegewinn einen kurzen Aufenthalt daheim ein- schob und erst im 8-Ball in die EM einstieg, gelang zunächst in der Doppel-K.-o.-Vorrunde mit einem 6:3-Erfolg gegen die Portugiesin Sara Rocha ein gelungener Einstand. In der finalen Knock-out-Stage bezwang die Weltranglistenführende an- schließend die neue 14.1-endlos-Europameisterin Linnéa Hjalmarström aus Schweden mit 6:2 und löste ihr Viertelfinalticket ebenfalls sehr souverän mit einem 6:1-Sieg gegen die Deutsche Miriam Steiner.
Das dortige Duell mit Nationalteamkollegin Lena Primus verlief dann jedoch absolut auf Augenhöhe. Ouschan sah sich gegen die Steirerin, die im 14.1-endlos und 10-Ball ihre gute Form mit dem Gewinn der Bronzemedaille bereits unter Beweis gestellt hatte, beim Stand von 5:5 sogar schon vor dem Aus. Ein Lagefehler, gefolgt von einem knapp verpassten Pot, gaben der Rekordeuropameisterin aber nochmals die Chance zum Sieg, die Ouschan gekonnt nutzte.
Im Semifinale ging es für die Klagenfurterin ebenfalls mit 6:5 über die volle Distanz. Gegnerin war erneut die Portugiesin Sara Rocha, die beim zweiten Aufeinandertreffen aber deutlich größeren Widerstand leistete als noch zu Wettkampfbeginn.
Das Finale begann für Ouschan zunächst nach Wunsch. Die frühe 4:1-Führung hielt aber nicht sehr lang, und beim Stand von 4:4 brachte sich die Kärntnerin mit einem Time-out wieder zurück auf Erfolgskurs. Im neunten Game bestrafte Ouschan zunächst einen Fehler von Ropero mit einem sehenswerten Table-Run. Das zehnte Game entschied die Ausnahmekönnerin dann bei eigenem Anstoß mit einem Break-and-Run zum 6:4-Sieg für sich.
„Das war ein toller Tag heute. Den 8-Ball-EM-Titel zu verteidigen und insgesamt bereits den 29. EM-Einzeltitel zu holen ist etwas Besonderes. Es war ein hart erkämpfter Titel, aber diese Siege gehören auch zum Sport. Es war definitiv die richtige Entscheidung, nach dem USA-Trip die kurze Pause zu Hause einzulegen. Ich fühle den Jetlag zwar noch ein bisschen, aber im Großen und Ganzen geht es mir gut. Heute war es hart, weil es vier Matches in Folge waren. Das ist natürlich anstren- gend, aber ich mache das seit über 20 Jahren, und ich weiß, dass ich dafür fit genug bin, und jetzt stehe ich hier mit einem weiteren Titel“, freute sich Ouschan.
Neben Lena Primus beendete auch Sandra Baumgartner den Wettkampf auf Platz 5. Für die aktuell im Europaranking führende Klagenfurterin kam nach drei Siegen im Viertelfinale mit einer bitteren 5:6-Niederlage gegen Sara Rocha das Aus.
Gold in der 8-Ball-Herrenkonkurrenz ging an Juan Carlos Exposito. Der Spanier holte im Finale einen 0:6-Rückstand gegen den Norweger Emil-André Gangfløt auf und sicherte sich den Titel am Ende mit einem 8:7-Erfolg.
Von Österreichs Herren schaffte es nur Markus Schleindler in die K.-o.-Endrunde. Der Vorarlberger unterlag dort aber gleich zu Beginn dem Zyprioten Mustafa Alnar mit 5:8. Der Oberösterreicher Daniel Guttenberger und der Vorarlberger Seymen Atila mussten bereits in der Doppel-K.-o.-Vorrunde die Segel streichen.
Die Poolbillard-Europameisterschaften 2026 werden bis zum 10. März im Miracle Resort Hotel in Antalya ausgetragen. Nach den Disziplinen 14.1, 10-Ball und 8-Ball fallen in den kommenden Tagen noch Entscheidungen in folgenden Bewerben:
- 9-Ball – Finaltag am 10. März
- Teams – Finaltag am 10. März
Weitere Informationen:
Poolbillard-EM Antalya: https://www.epbf.com/tournaments/european-championships/
Livestreams: https://www.youtube.com/@ProBilliardTV
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