11.03.2026. Österreichs Poolbillard-Damen sind gestern Abend bei der Europameisterschaft in Antalya, Türkei, knapp an der Verteidigung des Team-Vorjahrestitels vorbeigeschrammt. Sandra Baumgartner, Jasmin Ouschan und Lena Primus mussten sich in einem hochspannenden Finalduell gegen Deutschland mit 1:2 geschlagen geben. Primus brachte Team Austria mit einem 6:5-Sieg im 8-Ball gegen Miriam Steiner mit 1:0 in Führung. Jasmin Ouschan musste sich im 9-Ball jedoch Ina Kaplan knapp mit 6:7 geschlagen geben. Im alles entscheidenden Shoot-out behielten am Ende die Deutschen die Oberhand.
Für den Finaleinzug mussten Ouschan und Co davor aber hart arbeiten. Der Doppel-K.-o.-Vorrundenstart am vergangenen Donnerstag verlief mit einem 2:0-Erfolg gegen Norwegen noch nach Plan. Die anschließende 0:2-Niederlage gegen Portugal brachte das Team jedoch unter Druck. In der Hoffnungsrunde folgten dann aber am Freitag zwei klare 2:0-Siege gegen Finnland und Schweden, und gestern gelang mit einem weiteren 2:0 gegen die Ukraine der Einzug ins Semifinale.
Dort wurde gegen Frankreich die Finalqualifikation mit einem Sieg im Shoot-out sichergestellt, nachdem Jasmin Ouschan im 8-Ball gegen Marion Jude knapp mit 6:5 erfolgreich blieb, Lena Primus ihr 9-Ball-Match gegen Rachelle Enfroy aber ebenfalls nach der vollen Distanz mit 6:7 abgeben musste.
Für Österreichs Herrenteam mit dem Oberösterreicher Daniel Guttenberger und den Vorarlberger Debütanten Seymen Atila und Markus Schleindler kam das Aus bereits in der Doppel-K.-o.-Vorrunde am vergangenen Freitag. Nach einer 1:2-Auftakt- niederlage gegen Frankreich folgte anschließend ein glattes 0:3 gegen die Slowakei. Den Herrentitel holte Spanien mit einem 3:0-Finalerfolg gegen Titelverteidiger Deutschland.
Neben der Silbermedaille für die Damen gab es gestern auch noch Bronze für Sandra Baumgartner und Jasmin Ouschan in der Abschlussdisziplin 9-Ball.
Baumgartner bezwang auf ihrem Weg zu Edelmetall zum Auftakt am vergangenen Sonntag die Spanierin María Teresa Ropero mit 7:4 und zog anschließend mit einem 7:6-Erfolg gegen die Schweizerin Shirin Volery in die K.-o.-Endrunde ein. Dort setzte die Europaranglistenführende ihren Siegeszug am Montag gegen Zorina Prytuliuk aus der Ukraine mit einem erneuten 7:6-„Hill-Hill“-Erfolg fort und wurde auch im Achtelfinale von der Schwedin Linnéa Hjalmarström über die volle Distanz gezwungen. Den Semifinaleinzug realisierte Baumgartner ebenfalls noch am Montag mit einem 7:4-Sieg gegen die Slowenin Ana Gradišnik, ehe gestern der Erfolgslauf der Klagenfurterin gegen die spätere Goldmedaillengewinnerin Ina Kaplan aus Deutschland mit einer 4:7-Niederlage in der Vorschlussrunde sein Ende fand.
Für Ouschan begann der Wettkampf am Sonntag mit einem lockeren 6:1-Vorrundensieg gegen die Deutsche Miriam Steiner. Am Montag legte die Rekordeuropameisterin dann mit einem 7:2-Sieg gegen die Türkin Sinem Kökten zum Endrunden- einzug nach. Ein 7:0-Whitewash der Zypriotin Anna Mazhirina und ein 7:4 gegen die Spanierin Silvia López Fibla führte die Weltranglistenführende anschließend ins Semifinale, wo dann aber gestern das Aus gegen die Deutsche Johanna Indlekofer kam, der Ouschan mit 5:7 unterlag.
Auch 14.1-endlos- und 10-Ball-Bronzemedaillengewinnerin Lena Primus landete im Spitzenfeld. Die Steirerin musste sich nach vier Siegen in Folge im Viertelfinale Ina Kaplan mit 4:7 geschlagen geben und belegte im Endklassement Platz 5. Die Deutsche war nach ihrem anschließenden Semifinalerfolg gegen Sandra Baumgartner auch im Endspiel nicht zu halten und sicherte sich den 9-Ball-Europameistertitel mit einem klaren 7:1-Sieg gegen ihre Teamkollegin Johanna Indlekofer.
9-Ball-EM-Gold bei den Herren holte Daniel Macioł. Der Pole bezwang im Endspiel den Spanier Jonás Souto mit 9:4 und freute sich nach dem Erfolg im 10-Ball über seinen zweiten EM-Einzeltitel in Antalya.
Für Österreichs EM-Debütanten aus Vorarlberg, Seymen Atila und Markus Schleindler, kam nach einer erfolgreichen Vor- runde das Aus im ersten K.-o.-Durchgang der Letzten 64. Der Oberösterreicher Daniel Guttenberger blieb in der Vorrunde ohne Matcherfolg.
Weitere Informationen:
Poolbillard-EM Antalya: https://www.epbf.com/tournaments/european-championships/
Die „Predator EPBF“-Poolbillard-Europameisterschaften 2026 wurden vom 4. bis 10. März im Miracle Resort Hotel in Antalya ausgetragen. Medaillen wurden im 14.1 endlos, 10-Ball, 8-Ball und 9-Ball bei den Damen und Herren vergeben. Weitere Entscheidungen fielen im 8-Ball und 9-Ball in der U23-Altersklasse sowie in den Damen- und Herren-Teambewerben.
Im Anschluss an die EM folgen nun in Antalya vom 12. bis 15. März die Turkish-Open-Konkurrenzen der Predator Euro Tour und der Predator Euro Tour Women, die mit insgesamt 80.700 Euro dotiert sind.
Mit freundlichen Grüßen
Andreas Kronlachner
Pressereferent / Media Office Österreichische Billardunion Carambol.Pool.Snooker&EnglishBilliards