10-Ball Landesmeisterschaften 2026 – Drama, Family-Battles und ein Mann, der einfach nicht verlieren wollte
Was für ein Wochenende! Die 10-Ball Landesmeisterschaften in Vorarlberg hatten alles: Fehlstarts, Comebacks, Familienduelle und eine klare Ansage der nächsten Generation – wir sind da!
Allgemeine Klasse – der Mann der nicht verlieren wollte
David Arda hatte wohl kurz überlegt, das Drehbuch
umzuschreiben – allerdings erst nach einem klassischen Fehlstart. Die
Niederlage gegen Mathias Kopf? Abgehakt. Danach lief die Maschine.
Konzentriert, fokussiert und mit klarem Ziel vor Augen pflügte Arda durchs Feld
und holte sich am Ende völlig verdient den Titel.
Kurz gesagt: Einmal wachgerüttelt – und dann war Schluss mit lustig.
Damen Bewerb – wenn die Familie übernimmt
Hier wurde es fast schon familiär… und gleichzeitig richtig
ernst.
Selina Scherrer musste nach einer taktischen
Lehrstunde von Barbara Böhler den Umweg über den Hoffnungslauf nehmen. Dort
verwandelte sie sich allerdings in eine Art „Endgegnerin“ – 4:0, 4:0, 4:0…
inklusive der erfahrenen Bettina Brum nicht genug damit, auch für die
Altmeisterin Marion Dressel war das Turnier zu Ende. Keine Diskussion.
Auf der anderen Seite machte Yao Yao Scherrer (ja, genau –
Mama!) klar, dass sie nicht nur zum Zuschauen da ist und spielte sich stark ins
Finale. Und dann kam es, wie es kommen musste: Mutter vs. Tochter. Mama
spielte offensiv, mutig, fast schon demonstrativ. Tochter? Eiskalt. Geduldig.
Präzise, wartete nur auf die kleinsten Fehler.
Am Ende zeigte Selina: Talent + Nervenstärke = Titel.
U17 – déjà-vu?
Wer dachte, das war’s mit den Scherrers… falsch gedacht.
Selina und Luca Scherrer dominierten auch die
U17 nach Belieben. Die Konkurrenz kämpfte tapfer – aber gegen dieses Duo war an
diesem Wochenende wenig auszurichten. Im Finale wieder das gleiche Bild: Selina ruhig, souverän,
einfach einen Tick abgeklärter. Titel Nummer 2 eingesackt.
Und Luca? Fair Play vom Feinsten – Lächeln, Handschlag, Respekt. So gehört sich
das.
U19 – Freunde, aber nur bis zum Anstoß
Seymen Atila und Markus Schleidler zeigten, dass Freundschaft genau bis zum Break gilt. Danach wurde geliefert. Ein Finale, das nichts für schwache Nerven war: Hin und her, Punkt für Punkt – und dann Hill-Hill. Am Ende hatte Seymen den besseren Lauf und sicherte sich den Titel.
Ganz ehrlich: Genau für solche Matches liebt man diesen Sport. BRAVO Ihr beiden!
Senioren – der Chef ist noch im Haus
Und dann kam noch die klare Ansage aus der „Erfahrungsecke“.
Jürgen Scherrer marschierte durch das Turnier, als
hätte er nie etwas anderes gemacht. Im Finale wartete mit Günter Innmann ein
weiterer großer Name – doch die Hoffnung auf ein enges Match war schnell dahin. 6:0. In rund 30 Minuten.
Kurz gesagt: Papa hat den Kindern
gezeigt, wer den Queue zuerst in der Hand hatte.
Fazit des Wochenendes:
Die Jugend drückt gewaltig nach, Familien schreiben ihre
eigenen Geschichten – und die „alten Hasen“ sind noch lange nicht bereit, die
Bühne zu verlassen. Der Vorarlberger Billard Verband gratuliert allen Siegerinnen und Siegern
herzlich!
Ein großes Dankeschön geht an die Ausrichter BSV-Break, SBC Feldkirch und Pool Stars Altach – top organisiert, top durchgeführt.