
Mit Roland Pfanner bekommt das Präsidium des Vorarlberger Billard Verbandes einen neuen Schriftführer, der sich selbst mit drei Worten beschreibt: lustig, laut und gesellig. Das klingt schon einmal nicht nach einem Mann, der bei einer Präsidiumssitzung unbemerkt in der letzten Reihe verschwinden wird. ?
Der 54-jährige Lustenauer ist beim SBV Lustenau zuhause und beschäftigt sich beruflich mit Baumaschinen. Künftig wird er sich zusätzlich um Buchstaben, Protokolle und alles kümmern, was bei einem Verband so zu Papier gebracht werden muss. Eine durchaus interessante Kombination: unter der Woche schweres Gerät, beim VBV die hoffentlich etwas leichteren Schreibarbeiten.
Am Billardsport begeistert Roland vor allem die Verbindung von Körper, Geist und Taktik, die notwendige Genauigkeit – aber genauso das Gesellige.
Sein schönstes Erlebnis am Billardtisch hatte übrigens wenig mit Pokalen und Medaillen zu tun. Es war das erste Ligaspiel gemeinsam mit seinem Sohn. Eine Antwort, die wahrscheinlich mehr über Roland erzählt als so mancher Titel.
Und wenn Roland eine Billardkugel wäre?
Ganz klar die 13.
Nicht wegen irgendeiner ausgeklügelten taktischen Überlegung, sondern ganz einfach, weil 13 seine Glückszahl ist. Dass andere Menschen bei dieser Zahl nervös werden, scheint Roland dabei wenig zu beeindrucken. Als Spielertyp sieht er sich als Kämpfer. Und wenn es einmal nicht läuft? Dann wird auch nicht lange nach Ausreden gesucht: Chancen nicht genutzt oder schlicht eine schlechte Tagesverfassung gehabt. So einfach kann Billard manchmal sein.
Nur eine Aufgabe sollte man Roland vielleicht besser nicht übertragen: die Turnierleitung. Da hat er bereits vorsorglich ein klares Veto eingelegt. ?
Seine Motivation für die neue Aufgabe im VBV ist dafür ausgesprochen ernst gemeint:
„Ich liebe diesen Sport und man muss Verantwortung annehmen, um etwas bewegen zu können.“
Roland möchte den Billardsport den Menschen näherbringen und zeigen, was alles dahintersteckt, wenn man sich kontinuierlich verbessern möchte. Von ihm dürfen die Mitglieder Ehrlichkeit, Zuverlässigkeit und vor allem eines erwarten: Er möchte immer ansprechbar sein.
Eine kleine Revolution hätte er übrigens auch schon im Gepäck. Dürfte Roland für einen Tag die Billardregeln bestimmen, gäbe es beim 14/1 nach einem Foul Ball in Hand – damit absichtliche Fouls etwas von ihrem Reiz verlieren.
Und etwas hat uns Roland im Fragebogen noch verraten, das vielleicht nicht jeder Billardkollege von ihm weiß:
Er ist bereits zweifacher Opa.
Vielleicht ist genau diese Mischung aus Geselligkeit, Lebenserfahrung, Freude am Billardsport und der Bereitschaft, Verantwortung zu übernehmen, eine richtig gute Voraussetzung für seine neue Aufgabe.
Lieber Roland, herzlich willkommen im Präsidium des Vorarlberger Billard Verbandes!
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Manchmal beginnen große Leidenschaften an den ungewöhnlichsten Orten.
Bei Seyfettin Atila waren es Mitte der 1980er-Jahre ausgerechnet Space Invaders und ein paar UFOs, die abgeschossen werden mussten. Beim Spielen des damaligen Videospiel-Klassikers entdeckte er einen Billardtisch – und, wie Seyfettin selbst schreibt, war er „sofort verliebt“.
Das war ungefähr 1984.
Mehr als vier Jahrzehnte später ist die Liebe zum Billardsport offensichtlich noch immer vorhanden – und jetzt führt sie den 57-jährigen Rankweiler vom BSV Break Feldkirch sogar ins Präsidium des Vorarlberger Billard Verbandes: Seyfettin übernimmt die Funktion des Vizepräsidenten.
Beruflich bewegt er sich zwischen Billard-Café und Textiltechnik. Sich selbst beschreibt er als verlässlich, zielstrebig und geduldig. Am Billardsport faszinieren ihn strategisches Denken und dessen Umsetzung, der Wettbewerb, die mentale Herausforderung – aber ebenso Geselligkeit und soziale Kontakte.
Dass Seyfettin durchaus weiß, wie sich sportlicher Erfolg anfühlt, zeigt sein eigener Staatsmeistertitel. Bei der Frage nach seinem schönsten Billarderlebnis stellt er diesen allerdings nicht allein an die Spitze. Mindestens genauso wichtig ist ihm der zweite Rang seines Sohnes bei einer Europameisterschaft.
Und welche Billardkugel wäre Seyfettin?
Da muss er nicht lange überlegen: die Weiße.
Seine Begründung ist herrlich pragmatisch:
„Mit der wird alles versenkt.“
Als Spielertyp sieht er sich als Taktiker. Ausreden nach Niederlagen braucht er nach eigener Aussage meistens keine. Und wenn doch, dann hatte eben der Gegner Glück – oder der Spielverlauf hatte sich gegen ihn verschworen. Das dürfte vermutlich jedem Billardspieler zumindest ein kleines bisschen bekannt vorkommen. ?
Seine Kollegen würden ihn wohl als fairen Spieler beschreiben: geduldig – aber mit einem kleinen Zusatz, den man nicht vergessen sollte:
Er will immer gewinnen.
Was er hingegen ganz sicher nicht machen möchte, hat Seyfettin ebenfalls klar definiert: Kassier, Turnierleiter und – besonders interessant – Präsident oder Obmann.
Zum Glück suchen wir gerade einen Vizepräsidenten. ?
Hinter dem Humor stehen aber sehr klare Vorstellungen davon, was Seyfettin in seiner neuen Funktion erreichen möchte. Ihm ist wichtig, dass die Arbeit im Verband fair verteilt wird und nicht immer dieselben Menschen alles stemmen müssen. Besonders am Herzen liegt ihm der Nachwuchs. Gemeinsam sollen Perspektiven geschaffen werden, damit junge Spielerinnen und Spieler dieselbe Freude am Billardsport entwickeln können, die ihn selbst seit über 40 Jahren begleitet.
Verbesserungspotenzial sieht er außerdem in der Öffentlichkeitsarbeit. Sein Wunsch wäre ein eigener Funktionär, der sich darum kümmert, den VBV besser zu präsentieren und zu vermarkten.
Von ihm selbst dürfen die Vereine und Mitglieder Verlässlichkeit, offene Zusammenarbeit und die Bereitschaft erwarten, Aufgaben aktiv mitzutragen.
Und sollte Seyfettin irgendwann für einen Tag oberster Regelhüter im Poolbillard werden, wird es interessant: Im 9-Ball müssten bei ihm alle Kugeln angesagt werden, die 9 beim Break würde nicht zählen und auch das eine oder andere „Glückssafe“ hätte wohl schlechte Karten.
Eine Warnung liefert der neue Vizepräsident zum Schluss gleich selbst mit: Wenn Aufgaben nicht erledigt werden, kann der entsprechende Minuspunkt bei ihm ziemlich lange gespeichert bleiben. Loyalität ist ihm ausgesprochen wichtig.
Nach mehr als 40 Jahren Leidenschaft für den Billardsport bringt Seyfettin damit nicht nur Erfahrung mit, sondern auch klare Vorstellungen davon, was Gemeinschaft und Verbandsarbeit bedeuten.
Lieber Seyfettin, herzlich willkommen im Präsidium des Vorarlberger Billard Verbandes!
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Das Präsidium des Vorarlberger Billard Verbandes, unsere Vereine sowie alle Spielerinnen und Spieler dürfen sich auf zwei neue Funktionäre freuen, die nicht nur Erfahrung und Leidenschaft für unseren Sport mitbringen, sondern vor allem zwei ganz unterschiedliche Persönlichkeiten sind. Roland und Seyfettin – schön, dass ihr Verantwortung übernehmt und künftig gemeinsam mit uns den Vorarlberger Billardsport mitgestaltet. Wir freuen uns auf die Zusammenarbeit!
Euer Präsident Winfried Nussbaummüller