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02.11.2026 08:04 Uhr - Autor: Christian Ozim

Bericht zur ÖM 2026 Teil 3

Podestplätze für die Kärntner Jugend

Tag 5 U-19 9-Ball


Nach dem schwierigen Start am Vortag waren unsere Jungs auf Revanche aus und beide fanden sofort besser in den Bewerb. Guerfi spielte konzentriert und löste seine Aufgabe souverän mit 7:2. Und auch Auer, der es etwas schwieriger in seinem Auftaktspiel hatte, holte nach einem zwischenzeitlichen 5:5 am Ende die letzten zwei Games sicher zum 7:5 nach Hause.

In Spiel zwei war es aber wieder Seymen Atila, der Johannes seine Grenzen aufzeigte und dem Kärntner beim 1:7 wieder keine Chance ließ. Ebenso bitter war Maxis unbelohnte Aufholjagd gegen Lorenz Ballay, der für das entscheidende letzte Game zum 6:7 die besseren Nerven mitbrachte.


Trotzdem lebte weiterhin für beide die Chance auf den Aufstieg in die KO- Runde.

Raphael Biasio war für Maxi aber eine Nummer zu groß. Maxi konnte am Tisch nicht viel ausrichten und verlor klar mit 3:7.

Auch in Johannes Spiel gegen Luca Egender merkte beiden Akteure die Wichtigkeit des Spiels an. In einer von Nervosität geprägten Partie hatte Johannes aber mit 7:4 die Nase vorn und somit die Qualifikation für die Medaillenränge in der Tasche.

Im Halbfinale präsentierte sich Auer auch in Bestform und konnte lange gen Biasio mithalten im Finish war es aber der Gegner, der die wichtigen Bälle lochte und mit 7:5 ins Finale einzog. Trotzdem eine sehr gut erspielte Bronzemedaille von Johannes.


Tag 6, U-19 10-Ball


Der letzte Tag der ÖM 2026 und die letzten Chancen auf Podestränge.

Für Maxi stand gleich zu Beginn wieder ein hartes Spiel gegen Atila auf dem Programm. Maxi war mittlerweile gut im Spielfluss, aber gegen den Vorarlberger war abermals kein Kraut gewachsen. Endstand 3:6.

Und auch für Johannes sah es am Morgen nicht besonders rosig aus. Viele liegengelassene Chance reichten nur für ein 2:6 gegen Raphael Biasio.

Auer stand also schon in Partie zwei mit dem Rücken zur Wand. Aber er kämpfte aufopferungsvoll und belohnte sich mit einem 6:4 gegen Lorenz Ballay.

Guerfi hingegen musste seine Hoffnungen nach einem 4:6 gegen Luca Egender bereits wieder begraben und auch seine letzte Partie bei dieser ÖM ging glatt mit 0:6 gegen Mikail Berkil verloren.

Johannes Tag war allerdings noch nicht zu Ende. In einem engen Match gegen Marco Schrader setzte Auer beim 5:4 alles auf eine Karte, verschoss aber den Matchball und musste den Ausgleich hinnehmen. Umso höher einzuschätzen war das anschließende Game, dass Johannes nervenstark ausmachte und mit 6:5 ins Halbfinale einzog. Dort war es ein weiteres Mal Seymen Atila, der auf den Kärntner wartete und wie Tage zuvor keinen Zweifel daran ließ, wer der Dominator in der U-19 ist. Nach einem 1:7 blieb Johannes eine weitere Bronzemedaille zum Abschluss der ÖM 2026.



Somit ist eine weitere ÖM Geschichte. Vorweg, das Endergebnis ist nicht so überragend wie in den letzten Jahren. Trotzdem gibt es immer verschiedene Sichtweisen nach so einem Bewerb.

Obwohl in der allgemeinen Klasse am Ende “nur” eine Bronzemedaille zu Buche stand, waren unsere Herren in allen Bewerben immer mitten im Geschehen. An allen Tagen waren sie in den Viertelfinals vertreten und hatten die Hände an den Medaillenplätzen. Eine Leistung, die gegen die besten Spieler Österreichs nicht gering zu schätzen ist.

Ähnlich sah es bei unseren Senioren aus, auch hier wäre an jedem Tag mehr drin gewesen, aber zu keinem Zeitpunkt mussten sie sich vor der Konkurrenz verstecken, obwohl man sich nach der Goldenen im ersten Bewerb sicher mehr erhofft hatte.

Die Kärntner Damen sind einfach seit Jahren eine Konstante im österreichischen Billard und auch dieses Jahr haben sie dem Turnier ihren Stempel aufgedrückt. Vielleicht ein Hinweis darauf, die Damen in den Vereinen noch mehr zu fördern und zu motivieren.

Auch die Kärntner Jugendlichen haben wieder ihren Teil zur Medaillenbilanz beigetragen, doch bleibt die Frage, wer in Zukunft hier in die Bresche springen soll. Nach einigen Jahren der konstanten Erfolge sind keine Nachfolger in Sicht und wenn man das Gesamtbild im Auge hat ist bereits jetzt absehbar, dass Kärnten hier schon viel Boden gegenüber den anderen Bundesländern verloren hat und uns sehr viel Arbeit bevorsteht, wenn wir diesen Trend umkehren wollen.


Wie immer bedankt sich der KBV bei allen Starterinnen und Startern und ist sehr stolz auf die Leistungen unserer Sportler.

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