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16.08.2022 10:00 Uhr - Autor: Patrick Kraxner

Ö-Cup 2022 geht nach Wien...

Ballbreakers Wien nutzen Heimvorteil und sichern sich erstmals den Titel!

Nach 24 Jahren fand vom 14. August bis 15. August nach langem wieder mal der Österreichische Mannschaftscup in Wien statt. Der in der Lugner City beheimatete Klub „PBC Ballbreakers Wien“ lud dazu ein und 33 Mannschaften bildeten das Teilnehmerfeld bei Österreichs größtem Mannschaftsbewerb um das Beste Team aus ihnen zu ermitteln.

Am Samstag startete das Turnier im Round Robin Format wobei das Teilnehmerfeld in sechs Gruppen aufgeteilt wurde. Neu auch der Modus für das Entscheidungsspiel. Bei einem Stand von 4:4 entschied das nächste Game über Sieg oder Niederlage. Dieses wurde jedoch im Stoßwechsel des gesamten Teams gespielt.
Hier gab es bereits die eine oder andere Überraschung.
Gruppe 1:
Titelverteidiger Wolfsberg konnte wie erwartet die Gruppe mit 5 Siegen als Gruppenerster abschließen und bestätigte die Leistung aus den Vorjahren (zweifacher Sieger in Folge). Nur der PBC Kapfenberg konnte ein wenig Druck aufbauen und es kam zum Entscheidungsspiel, welches Wolfsberg mit 5:4 für sich entscheiden konnte. Gruppenzweiter wurde der UBC Horn der sich den selben Score mit Kapfenberg teilte aber in der direkten Begegnung die Steirer mit 5:0 schlug.
In der Gruppe 2 wurden die Platzierungen nicht durch Siege, sondern alleine durch Scorepunkte entschieden. Die drei Mannschaften hatten vier Siege und eine Niederlage zu verbuchen. Den besten Score hatte Little Pool Team 1 aus Tirol mit TBV Präsident Lucas Huter im Team. Die vor der letzten Begegnung noch drittplatzierten konnten gegen den noch Gruppenersten PBC Union einen 5:0 erspielen und die Tabellenführung übernehmen. Lucky Shot Gleisdorf und das stark besetzte Team der Union Wien holten sich Platz 2 und 3 und qualifizierten sich ebenfalls für den Finaltag am Sonntag.
In Gruppe 3 konnten sich die  Billardfreunde Baden aus Niederösterreich den 1. Platz sichern. Mit 5 Siegen und einem Score von +18 waren sie am Papier die konsequenteste Mannschaft in der Gruppenphase. Das letzte Spiel hatten die Badener gegen den Bundesligisten Salzburg Wals, ebenfalls eine sehr stark besetzte Truppe und durchaus einer der Favoriten auf den Titel. Konnten diese aber unerwartet mit 5:0 schlagen. Das gab den Niederösterreichern viel Selbstvertrauen für den Finaltag, was ein Spieler der Billardfreunde nach dem Turnier bestätigte. Als Gruppendritter konnte sich das Team Köö7 aus Wien für den Finaltag qualifizieren.
Die Gruppe 4, 5 und 6 hatten jeweils nur 5 Teams und nur die ersten zwei aus den Gruppen waren sicher unter den 16 besten qualifizierten Teams für den Sonntag.
Gruppe 4 konnte sich das zweite Team von Köö 7 Wien sichern. Mit nur 2 Scorepunkten Unterschied und ebenfalls 3 Siegen waren die Pookings aus Wien qualifiziert. Der BSV Leonhofen musste auf das Glück des „lucky Loser“-Tickets hoffen.
Die Gruppe 5 startete ebenfalls gleich mit einer Überraschung zu Beginn. Gruppenfavorit La Palma Neustadt 1 aus Niederösterreich musste sich gleich zu Beginn Pegasus Eisenstadt 1 mit 3:5 geschlagen geben. Auch der Gastgeber PBC Ballbreakers konnte die Begegnung in der Entscheidungspartie mit 5:4 gegen La Palma für sich entscheiden. Somit wurde es für das Team mit Urgesteinen wie Stark Michael, Radalovits Thomas und Ederl Chritian Sen. langsam knapp. Doch das Glück war nicht auf ihrer Seite und sie mussten sich mit nur einem Sieg nach der Gruppenphase aus dem Turnier verabschieden. Die Ballbreakers 1 blieben sauber und konnten sich mit 4 Siegen als Gruppenerster durchsetzen. Für Pegasus Eisenstadt blieb es weiter spannend, da sich der zweite Platz wie so oft an diesem Tag nur durch den Score ermitteln ließ. Mit nur einem Scorepunkt Unterschied konnte sich aber der PBSC Vienna den zweiten Platz sichern.
Die Gruppe 6 und somit die letzte Gruppe hatte Lucky Shot Gleisdorf 2 im Griff. Sie gaben lediglich nur ein einziges Game ab und die Steirer zogen souverän in den Finaltag ein. Die Ballbreakers 2 unterlagen Neonovus Wels 1 mit 3:5 und mussten den Oberösterreichern Platz 2 überlassen. Die beiden Fixaufsteiger standen fest.
Die zwei bzw. drei Ersten jeder Gruppe (drei aus den 6er bzw. zwei aus den 5er Gruppen) qualifizierten sich für die Finalrunde am Sonntag. Daraus ergab sich ein Qualifikantenfeld von 15 Teams. Aus den Viertplatzierten der 6er Gruppen und die Drittplatzierten der 5er Gruppen wurde ein „lucky loser“ ermittelt. Das erfolgte per Zufall durch Losziehung. Das Glück traf die Zweite der drei Mannschaften des Heimatvereins Ballbreakers Wien.  
 
Finaltag:
Am Sonntag standen sich folgende Teams in der ersten Runde Single K.O. gegenüber:
 
PBC Fair Play Wolfsberg            vs.            PBC Ballbreaker 2
1. PBC Salzburg Wals                   vs.            PBC Union Wien
Lucky Shot Gleisdorf 2                 vs.            Poolkings Wien
PBC Ballbreakers 1                        vs.            PBC Köö 7 Wien 1
Little Pool Team 1                          vs.            PBSC Vienna
Lucky Shot Gleisdorf 1                 vs.            Neonovus Wels 1
PBC Köö 7 Wien 2                          vs.            PBC Diamond ASKÖ Kapfenberg
Billardfreunde Baden 1                vs.            UBC Horn 1
 
Vier der acht Spiele gingen relativ eindeutig mit 5:0 oder 5:1 aus. Nur die Ballbreakers Wien 1 und Köö 7 Wien 1 machten es spannend und entschieden den Sieger erst in der Entscheidungspartie.
Im Viertelfinale lagen die Ergebnisse dann schon etwas näher beisammen. Wolfsberg gegen Union Wien sowie Gleisdorf 2 gegen Ballbreakers 1 wieder den Sieger wieder im Stechen ermitteln. Nur Little Pool Team und die Billardfreunde Baden konnten einen klaren Sieg verbuchen.
Somit standen die Halbfinalisten fest. Union Wien und Little Pool Team waren nun die Favoriten für das Finale. Ebenfalls mit einer soliden Leistung die Billardfreunde Baden. Einzig die Gastgeber und Underdogs Ballbreakers 1 hatte bis dato keiner auf dem Schirm.
Unglaublich ging es für die Ballbreakers weiter. Sie standen dem 1. PBC Union Wien gegenüber. Mit Spielern wie Michael Mosler, Miklos Greffer, Gergely Piler und Zoran Vasiljkovic standen die Landesligisten einer starken Bundesligamannschaft gegenüber.
Doch bei Cup-Bewerben Teambewerben rücken die Fähigkeiten des Einzelnen wie so oft in den Hintergrund, der Zusammenhalt, die Stimmung innerhalb der Mannschaft und Unterstützung der Teamkollegen machen einen großen Teil des gemeinsamen Erfolgs aus. Das bis zum Halbfinale für das Team mit Christian Krivak, Kraxner Patrick, Mario Szöke und last but not least Fabian Reithmeier ausgezeichnet funktioniert hat, hielten sie daran fest und der Erfolg gab ihnen Recht. Ein großartiger 5:2 Sieg war ihr Lohn.
Auch die Billardfreunde Baden gingen gegen Little Pool Team 1 aus Tirol nicht als Favorit ins Halbfinale. Sie behielten sich jedoch die Konsequenz aus den vorherigen Spielen bei und schlugen die Tiroler mit einer starken Leistung 5:3
Herzlichen Glückwunsch an die Drittplatzierten und vielen Dank an das Team welches die weiteste Anreise auf sich nahm. Wir hoffen ihr hattet eine gute und sichere Heimreise.
Finale:
Wien gegen Niederösterreich - Ballbreakers gegen Billardfreunde.
Der Wiener Verbandspräsident ging als erster gegen Alexander Filkov an den Start. Konnte aber nicht die Leistung der vergangenen zwei Tage abrufen und die Badener konnten in Führung gehen. Auch Krivak musste sich Kemeter geschlagen geben und die Billardfreunde konnten ihren Vorsprung ausbauen. Reithmeier konnte im dritten Rack gegen Butschek einen Sieg verbuchen und Szöke konnte zum Ausgleich gegen Darda ausholen. Alles wieder offen. Szöke und Darda standen sich in der nächsten Begegnung gleich wieder gegenüber. Nach einem guten Save musste Szöke die Entscheidung treffen mit einem Save zu kontern oder einen sehr schweren Einstiegsball zu riskieren. Szöke behielt die Nerven, musste einen Übergreifer von der Kopfbande fast über die gesamte Tischlänge spielen und versenkte. Zum ersten Mal führten die Ballbreakers in diesem Satz. Dagegen hatte aber Butschek etwas einzuwenden. Mit einem starken Rack glichen die Badener wieder aus. 3:3. Filkov am Break. Ihm fiel beim Antoß leider nichts und Kraxner kam zu Tisch. Er konnte all seine Bälle bis zum Vorletzten versenken, machte jedoch beim nächsten Ball mit Kontereffet in die Bande einen Potfehler und Filkov nutzte die Chance seine letzten beiden Bälle zu versenken. 4:3 für die Billardfreunde. Kemeter Antoß. Aber auch hier zeigte sich, dass an keinem Spieler ein Finalspiel spurlos vorüber geht. Kemeter machte einen Fehler und Krivak kam zum Tisch. Bei seinem letzten Ball, der Acht sorgte er kurz bei Spielern und Zuschauern für Verwirrung. Er wollte die Acht gemeinsam mit einem gegnerischen Ball versenken. Diese verkeilten sich jedoch in der Tasche, sodass beide frei in der Luft hingen. Kraxner, als technischer Direktor und für die Ausbildung der Oberschiedsrichter*innen in Österreich zuständig, hielt sich jedoch mit seiner Expertise zurück um ihm als  Finalspieler keine Befangenheit vorwerfen zu können. Die Situation löste sich dann auf, nachdem Kemeter versuchte seinen Ball frei zu spielen, aber damit auch die Acht von Krivak einlochte.
Es kam zum Entscheidungsspiel. Kraxner konnte das Ausspielen für sich entscheiden und breakte. Der Spielball suchte sich jedoch über Bande und zwischen allen Bällen den Weg in die Mitteltasche. Sein erstes Breakfoul im Turnier und das im Finale beim Stechen. Timing ist alles.
Die Billardfreunde konnten zwar fünf Bälle versenken, machten jedoch beim vorletzten Ball einen Fehler. Ballbreakers am Tisch. Sie blieben taktisch und stellen sich als vorletzten Ball einen Einbänder in die Mitteltasche ein um im Falle eines nicht-Versenkens dem Gegner noch immer eine schwierige Lage zu überlassen. Reithmeier gelang jedoch der Einbänder und Szöke versenkte die Acht zum Finalsieg. Spannender hätte es nicht laufen können.
 Wir gratulieren allen Teilnehmern und Pokalgewinnern, bedanken uns bei ALLEN Teams für ihre Anwesenheit und die faire und gute Stimmung die sie verbreitet haben. Wir hoffen ihr hattet eine gute Heimreise und freuen uns Euch das nächste mal bei uns auf Euren nächsten Besuch bei uns.
An dieser Stelle auch ein Großes Dankeschön an Claudio, dem Lokalbesitzer, welcher viel Zeit und Geld investiert hat um dieses Event für alle Spieler*innen so positiv wie möglich zu gestalten. Aus der Sicht des ÖPBV hat er gezeigt, dass das Köö in der Lugner City auch in Zukunft für tolle Bewerbe sich ins Rennen gebracht hat.
Link: Finalraster
Link: Vorrundenraster

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