24.02.2026. Poolbillard-Profi Maximilian Lechner hat beim mit 150.000 US-Dollar dotierten Las Vegas Men’s Open für die Topplatzierung der österreichischen Herren gesorgt. Der Tiroler musste sich gestern erst im Semifinale dem späteren Sieger Joshua Filler aus Deutschland mit 0:2 in Sätzen geschlagen geben. Im Viertelfinale des 10-Ball-Bewerbs war dem Tiroler am vergangenen Sonntag noch ein 2:1-Sieg nach Satzrückstand gegen den Niederländer Yannick Pongers geglückt.
„Joshua hat gegen mich wirklich wie von einem anderen Stern gespielt. Ich habe mich superwohl gefühlt und auch echt gut gespielt. Da waren nur Nuancen, die nicht zu einem perfekten Spiel von meiner Seite geführt haben. Ich habe keinen Ball verschossen und war auch mental gut eingestellt. Das war wieder ein Schritt nach vorn für mich, und ich freue mich schon auf alles, was jetzt noch kommt“, erklärte Lechner, der zu Beginn der Doppel-K.-o.-Vorrunde gegen den Ukrainer Witaliy Patsura (2:0) und den Amerikaner James Cabal (2:0) ohne Satzverlust geblieben war.
Im Match um den direkten Aufstieg in die K.-o.-Endrunde unterlag der Innsbrucker dann aber Nationalteamkollegen Mario He mit 0:2, holte diesen aber anschließend mit einem 2:1-Sieg im Hoffnungsdurchgang gegen den Amerikaner Spencer nach. In der Endrunde musste Lechner gegen den Briten Jayson Shaw (2:1), den Kanadier Ben Francis (2:1) sowie Yannick Pongers ebenfalls über die volle Distanz gehen.
8-Ball-Weltmeister Albin Ouschan beendete den Wettkampf auf dem geteilten fünften Platz. Der Kärntner, der Mitte Februar beim Dynamic-Billard-Austria-Bundesliga-Auftakt in Villach sein Wettkampfdebüt in diesem Jahr gab, absolvierte die Doppel- K.-o.-Vorrunde im Westgate Resort and Casino mit Siegen gegen die Amerikaner Muhammad Gohar (2:0) und Payne McBride (2:0) sowie den Philippiner Lee Van Corteza (2:0) ohne Satzverlust.
Gegen Cortezas Landsmann Jeffrey Roda geriet Ouschan erstmals mit einem Satz in Rückstand, ließ anschließend aber keinen weiteren Game-Gewinn seines Gegner zu und löste das Achtelfinalticket mit einem 2:1-Erfolg. Der Einzug in die Letzten 8 gelang anschließend mit einem 2:0-Sieg über den unter neutraler Flagge antretenden Russen Ruslan Chinakhov. Im Viertelfinale war dann aber für Ouschan wieder einmal beim Polen Wojciech Szewczyk Endstation, dem er mit 0:2 in Sätzen unterlag.
„Ich bin mit dem Ergebnis ganz zufrieden, habe drei Topspieler geschlagen und bin dann aber leider wieder an mein ‚Kryptonit‘ gekommen. Jetzt freue ich mich schon auf die Team-WM“, sagte der dreifache Weltmeister, der gegen Szewczyk nach wie vor auf seinen ersten Erfolg wartet.
Für den Vorarlberger Mario He endete der Wettkampf im Achtelfinale. Der Rankweiler zog mit Siegen gegen den Amerikaner Todd Walker (2:0), den Tunesier Monaim Néffati (2:1) und Maximilian Lechner (2:0) in die K.-o.-Endrunde ein und bezwang dort den unter neutraler Flagge antretenden Polen Wiktor Zieliński (2:0). Dessen Landsmann Wojciech Szewczyk war aber auch für He nicht zu knacken – er unterlag dem Polen, wie in der Runde darauf Ouschan, ohne Satzgewinn.
„Ich habe in jedem Spiel eigentlich ganz gut gespielt und pro Satz nur ein bis zwei kleine Fehler gemacht. Gegen Szewczyk konnte ich aber nichts machen, um zu gewinnen. Ansonsten habe ich mich sehr wohl gefühlt“, erklärte He.
Shoot-out-Drama für Jasmin Ouschan
8-Ball-Weltmeisterin Jasmin Ouschan verpasste beim mit 90.000 US-Dollar dotierten Las Vegas Women’s Open den Einzug ins Semifinale nur knapp. Die Kärntnerin startete in der Doppel-K.-o.-Vorrunde mit einem 2:0-Sieg die Koreanerin Nakyung Song und realisierte gegen die Amerikanerinnen Sue Orr (2:0) und Sofia Mast (2:1) den direkten Aufstieg ins Achtelfinale. Dort legte Ouschan mit einem 2:0-Erfolg gegen die unter neutraler Flagge antretende Weißrussin Margarita Fefilova-Styer weiter nach und lieferte gestern im Viertelfinale der regierenden 10-Ball-Weltmeisterin Chezka Centeno von den Philippinen ein packendes Duell auf Augenhöhe.
Nach verlorenem erstem Satz (2:4) kämpfte sich Ouschan im zweiten Durchgang mit einem 4:2-Erfolg zurück ins Match. Der dritte Satz endete dann nach mehreren Momentum-Swings und einem 3:3-Zwischenstand im finalen 10-Ball-Shoot-out, in dem die Klagenfurterin eine Siegchance vorfand. Bei Stand von 3:2 brachte Ouschan den 10-Ball aber nicht in der unteren rechten Ecktasche unter, und nach dem Ausgleich durch Centeno verpasste die Kärntnerin dann auch den nächsten Pot. Die Philippinerin beendete daraufhin das Drama mit einem weiteren erfolgreichen Lochversuch.
„Ich bin ehrlich gesagt noch sprachlos, was meine Leistung angeht. Es schmerzt sehr, so viele Chancen verpasst zu haben. Diese mentale Achterbahnfahrt hat mich sehr mitgenommen. Ich weiß noch nicht, was ich damit anfangen soll“, erklärte Ouschan auf ihrer Facebook-Seite.
Warm-up für die Team-WM
Im Anschluss an die Las Vegas Women’s und Men’s Open findet nun bis zum 27. Februar im Westgate Resort und Casino die mit 300.000 US-Dollar dotierte WPA Teams 10-Ball World Championship statt. Auf die neuen Weltmeister wartet eine Siegprämie in Höhe von 120.000 US-Dollar. Team Austria mit Jasmin und Albin Ouschan, Mario He und Maximilian Lechner trifft heute zu Beginn um 20.30 Uhr Ortszeit (25.2.2026, 5.30 MEZ) auf Polen oder die Philippinen.
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